Es reicht – Regen ohne Ende

Regen, Regen. Regen….

Der Sommer gönnt sich eine Auszeit – aber so lange – ich hatte die letzten Jahren keine 8 Tage am Stück!!

Die Überschrift spricht Bände und nimmt eigentlich alles vorweg. Es regnet, seit Tagen, der deutsche Wetterdienst warnt jetzt sogar vor ergiebigen Dauerregen und die Hochwasser-Gefahr verstärkt sich von Stunde zu Stunde. Tiefhängende, graue Wolken und Sturmböen und die Temperaturen –  heute morgen nur 10 Grad! In vielen Teilen Deutschlands kämpfen die Rettungskräfte schon jetzt mit den Regenmassen. Überflutete Strassen, vollgelaufene Keller, die Pegel der Flüsse steigen Besorgnis erregend und die Schäden in der Landwirtschaft sind beträchtlich und noch nicht absehbar.

Vorletzte Woche war ich noch am Chiemsee, Sonnenschein und fast 30 Grad. Habe die Urlauber beneidet, die zu uns nach Bayern kommen um ihre Ferien zu verbringen, ein wahres Urlaubsparadies. Jetzt im Dauerregen habe ich großes Mitleid, insbesondere mit den Campern die in ihren Zelten und Wohnwagen ausharren, frieren und sehnlich auf die Sonne warten.

Und bei mir im Garten – eine Schneckeninvasion – das grosse Fressen hat begonnen. Scheint so, als ob die Plagegeister eine Sommerparty mit reich gedecktem Tisch feiern. Schnecken richten im Garten besonders in Salat- und Gemüsebeeten großen Schaden an. Da ich seit Jahren aus diesem Grund keinen Salat mehr anpflanze, da die Schnecken mit der Ernte meist schneller waren und mir nur noch das Gerippe übrig blieb.

Jetzt veranstalten die Schnecken das rauschende Fest in meinen Blumenbeeten und auf der Terrasse – „In der Not frisst der Teufel halt Fliegen“! Der Regen und die hohe Luftfeuchtigkeit bieten den idealen Lebensraum und die Schnecken fressen wie verrückt. Werden Schnecken eigentlich irgendwann satt?  Mein Enzian, den ich mir erst gekauft habe, wurde in einer Nacht komplett aufgefressen!

Aber wie bekomme ich die Plagetiere wieder los? Mit Schneckenkorn vergiften? Habe gelesen, dass Schneckenkorn auch für Hunde und Katzen bedenklich ist, ebenso für Igel und Vögel die vergiftete Schnecken fressen.  Aufschriften, wie Ungiftig für Haustiere vertraue ich nicht und lasse besser die Finger davon. Jahrelang habe ich die Schnecken abgesammelt und in den Wald gebracht, was eine Menge Arbeit verursacht. Zumindest hatte ich hinterher das gute Gefühl, die Tiere nicht umbringen zu müssen. Heute würde ich gerne die Gartenschere nehmen und  die Viecher durchschneiden oder mit kochend, heißem Wasser übergiessen. Schnecken sind auch Lebewesen, zwar scheusslich und widerlich, aber die Methode ist mir einfach zu grausam. Vielleicht aber humaner! Einsammeln und einfrieren – diesen Tipp habe ich im Internet gelesen. Zusammen mit meinen Lebensmittel in der Tiefkühltruhe – nein – dieser Tipp gefällt mit nicht. Werde es weiter mit Kaffeesatz versuchen und noch mehr Kaffee trinken als bisher. Und ein guter Vorsatz für nächstes Jahr – Blumen zu pflanzen die Schnecken einfach nicht schmecken.

Einige Blumen- und Pflanzensorten stehen nicht auf dem Speiseplan der Schnecken. Dazu gehören Dipladenia, Geranien, Fetthenne, Thymian, Tomaten  und Rosmarin. Auch der Geruch von Knoblauch, Minze, Bohnenkraut und Kamille schreckt Schnecken ab. Dagegen sind Dahlien und Tagetes wahre Leckerbissen.

Vielleicht versuche ich es auch mit einem Schild „Bitte liebe Schnecken – hier nicht fressen“ oder einem Umzugsunternehmen, sammle die Viecher ein und sie werden umgesiedelt. Oder ich lege mir einige Raubtiere, wie zum Beispiel Laufenten oder ich beginne eine Hühnerzucht, den Enten und Hühner lieben Schnecken.