Sonntagsfrühstück 17. März

Einen wunderschönen guten Morgen!

Letzten Sonntag fegte das Sturmtief „Eberhard“ über uns hinweg sodass mir Angst und Bange wurde. Ab Mittag wurde es richtig heftig mit Böen zwischen 90 und 100 km/h. Entwurzelte Bäume und im Nachbardorf wurde eine Lagerhalle abgedeckt. Ständig heulten die Sirenen und mir war ganz flau im Magen. Zum Glück gab es bei uns keine Schäden, bis auf ein paar Keramik-Übertöpfe die ich nicht gesichert habe. Der Montag hatte dann alles im Gepäck, Schnee, Regen, Sturm und die Temperaturen gingen in den Keller, in der Nacht wieder Minustemperaturen.

In einer Stunde war mein Garten eine weisse Pracht und abends war der Spuk wieder vorbei. Schon am Mittwoch warnte der Wetterdienst wieder vor einem neuen Sturm. Ist dieser rasante Wetterwechsel noch normal, denn für heute werden 20 Grad vorhergesagt? Wenn ich die Bilder vom Mittwoch sehe, wo in NRW ein Tornado und starke Regenfälle schlimme Schäden angerichtet haben, weis ich warum ich bei Wetterwarnungen sehr ängstlich, besser gesagt panisch reagiere. Zum Glück wurde dort niemand verletzt. Die gute Nachricht: laut Wetter-Online streckt nun der Frühling seine Fühler aus, was aber für mich mit einem Schatten verbunden ist.

Ziemlich früh hat dieses Jahr meine Pollenallergie eingesetzt. Hasel und Erle machen mir im Moment das Leben schwer. Tränende, rote und geschwollene Augen, die Nase läuft und dazu Kopfschmerzen. Diese Allergie begleitet mich schon seit meinen Kindheitstagen, in manchen Jahren mehr in anderen weniger. Vor drei Jahren habe ich mich einer Hyposensibilisierung unterzogen, dabei werden mit Spritzen regelmässig grössere Allergendosen verabreicht und so die Allergie Ursachen, die Überempfindlichkeit des Immunsystems bekämpft. Eine wirkliche Verbesserung kann ich noch nicht feststellen. Es beginnt mit einer juckenden Nase und je nach Intensität des Pollenfluges kommen anfallartige Niesattacken hinzu, meist ab Mittag. Am schlimmsten finde ich die tränende und juckende Augen, die Bildschirmarbeiten oft sehr erschweren. Die Symptome führen auch zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit, man fühlt sich richtig krank. Auf Augen Make-up und Wimperntusche kann ich getrost verzichten. Das einzige was hilft sind Augen- und abschwellende Nasentropfen, Kalziumtabletten, homöopatische Mittel, kühlende Augenkompressen und antiallergische Tropfen. Der Ratschlag meines Arzt besser in geschlossenen Räumen zu bleiben, löst bei mir meist einen Lachanfall aus, jetzt wo die Gartensaison beginn und der Frühling vor der Türe steht. Früher hatte der Heuschnupfen wenigsten einen Vorteil – ich wurde in der Schule von den Bundesjugendspiele befreit :-).

Heute Vormittag sind wir zu einem Weisswurst Frühstück eingeladen, das im Januar wegen der katastrophalen Schneefälle abgesagt wurde. Freue mich schon, obwohl Weisswürste nicht unbedingt zu meinen Leibspeisen gehören. Wichtig ist nur süsser Senf, Brez`n, ein Weissbier und dass die Weisswürste das zwölf Uhr läuten nicht hören dürfen.

Wünsche euch einen erholsamen Sonntag.