Sonntagsfrühstück 25. August

Einen wunderschönen guten Morgen!

Kann ich mir meinem Garten ein bisschen die Erde retten? Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Viele Menschen haben ihr Konsumverhalten bereits angepasst und tragen somit ihren Teil zum Klimaschutz bei. Doch auch im eignen Garten hat sich viel verändert. Spätestens als Michelle Obama auf dem Gelände des Weissen Hauses einen Bio Garten anlegte wurde Gärtnern wieder cool. Richtig angepackt gehen Klimaschutz und Freizeitspass im eigenen Garten eine fruchtbare Verbindung ein.

Der Boden: Der Weg zum klimafreundlichen Garten beginnt mit dem Boden, dessen Fruchtbarkeit vom Nährstoffkreislauf abhängt. Vollblutgärtner machen sich ihren Dünger selbst und legen einen Komposthaufen an. Kompostieren lassen sich fast alle organischen Abfälle aus der Küche und Garten. Gut geeignet sind Gemüsereste, Kaffeefilter, Eierschalen, Rasenschnitt und Gartenabfälle. Man stellt einen luftigen Lattenverschlag auf, in dem das Material verrotten kann – guter Kompost stink nicht, sondern riecht nach Erde und es entsteht ein natürlicher Dünger, der den Boden verbessert und gesund erhält.

Wässern: Ich verzichte weitgehend auf Leitungswasser, giesse mit Regenwasser und dafür habe ich drei grosse Tonnen aufgestellt. Wasser ist ein kostbares Gut und das Wasser ist bei uns sehr Kalkhaltig was vielen Pflanzen schadet. Bei anhaltender Trockenheit und viel Giesswasser benötigt wird, können die Kosten deutlich zu Buche schlagen.

Unkraut: Auch wenn es mich manchmal stört, mein Garten hat ein paar Ecke, die ich gezielt in Ruhe lasse. Gerade dort tummeln sich sehr viele Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge die der wichtig für die Natur sind. Das Unkraut am Zaun, entlang der Strasse wird ausgestochen oder mit heissem Wasser übergossen. Nach und nach vertrocknet das Unkraut und stirbt ab. Diese Methode eignet sich auch an Pflastersteinen und Fugen. Allerdings ist Vorsicht geboten, den Fliesen oder Pflastersteine können bei hohen Temperaturen schnell aufreissen oder brechen.

Bienenfreundliche Gewächse: Ohne Wild- oder Honigbienen gäbe es kein Gemüse, kein Obst und keine Blumen. Wer einen Garten hat, der kann viel für den Erhalt der nützlichen Insekten tun. In unserem Gartencenter wird seit einigen Jahren auf „Bienenfreundliche Blumen“ hingewiesen was einen Laien enorm hilft die richtige Entscheidung beim Kauf zu treffen. So gehören die Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Verbene und Kapuzinerkresse nicht nur zu meinen Lieblingsblumen, sondern sind auch besonders Bienenfreundlich. Aber auch Efeu, Himbeer. und Johannisbeer Straucher, Salbei, Rosmarin und Thymian gehörten zu der Gruppe.

Gartengifte: Der eigene Garten ist nicht nur für uns ein toller Ort zum Erholen und Entspannen. Unsere Lillii, aber auch die Katzen aus der Nachbarschaft bietet das Grün ihr Leben zu geniessen. Lillii liegt an heissen Tagen oft unter den Sträuchern, schnüffelt oder sie geht auf Entdeckungstour. Auf jeder Packung Schneckenkorn steht, dass es für Haustiere ungefährlich ist, jedoch traue ich den Herstellern nicht. Mit meiner Aktion die Schnecken auf Diät zu setzen, habe ich dieses Jahr gute Erfahrungen gemacht. Sollten sich jedoch trotzdem Schnecken im Garten tümmeln, so sammle ich sie auf und streue auf manche Pflanzen Kaffeesatz, den sie anscheinend nicht mögen. Gedüngt wird mit Kompost und organischen Dünger, wie Hornspänen und im Herbst mit Pferdeäpfel, die im Stall ja reichlich zur Verfügung stehen.

Umdenken würde den grossen Nationen, der Wirtschaft und auch dem kleinen Mann nicht schaden. Schliesslich möchten auch unsere Enkel in einer gesunden und heilen Welt aufwachsen. Wachen wir auf, bevor es zu spät ist.

Wünsche euch einen wunderschönen Sonntag.