Duftendes Adventsgesteck

In jeder Jahreszeit überrascht uns die Natur von ihrer „duftenden“ Seite. Während man im Winter das Gefühl hat, dass alles was in der Natur duften könnte, förmlich eingefroren ist. Mit steigenden Temperaturen werden im frühen Frühling jedoch immer mehr Düfte freigesetzt und wirbeln umher. Der Boden erwärmt sich und es riecht nach feuchtem Moos und modernden Erdreich. Erst später wenn die ersten Frühlingsboten aus der Erde kommen steigen langsam zarte Blütendüfte in die Nase.

Wenn dann der Flieder blüht, dazu frisch gemähtes Gras und der süssliche Geruch von Maiglöckchen, dann ist der Frühling endlich da. Mit der Natur erwacht auch der Mensch aus seinem Winterschlaf, der Frühling schlägt aufs Gemüt und zwar bei allen positiv. Wie in jeder Jahreszeit, so liegen auch im Sommer ganz bestimmte Düfte in der Luft. Für den einen ist es der Duft der nach einem Sommerregen aufsteigt, für den anderen ist es der Geruch von gegrillten Fleisch und für mich ist es der Duft vom Lavendel und Rosen. Der Herbst ist für viele eine besonders schöne Jahreszeit und auch hier stechen bestimmte Gerüche heraus. Der würzige Duft eines Herbstwaldes, des nassen Laub und ein Potpourri aus Äpfel und Birnen.

 

Im Advent bemerkt man Gerüche die mit Weihnachten verknüpft werden. Orangen, Mandarien, Zimt und Anis, Tannengrün, frisch gebackene Plätzchen, Bratäpfel und Glühwein versetzen uns in vorweihnachtliche Stimmung. Mit meinem Gewürzstrauss habe ich versucht die Gerüche und Düfte in einem Strauss einzufangen. Dafür habe ich verschiedene Tannen-, Kiefer und Koniferen Zweige in ein Gefäss gesteckt und der Steckschwamm wurde vorher gut gewässert. Ausserdem sind im Strauss Eukalyptus (was herrlich duftet), Zimtstangen, Anis, Beeren von der Scheinzypresse, getrocknete Orangenscheiben, Ilexzweige und goldene Zieräpfel. Auch wenn frisch geschnittene Tannenzweige nach einigen Tagen die ersten Nadeln verlieren, der Duft der ätherischen Öle ist unverwechselbar und ist für mich ein Sinnbild für Weihnachten.