Immer mehr Menschen haben Spaß daran, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Es macht einfach Freude zu beobachten wie alles gedeiht, es schmeckt einfach besser, ist nachhaltiger und gesünder. Die Ernte von reifen, saftigen Tomaten zählen für mich zum Höhepunkt im Gartenjahr. Sie zählen zu den leckersten und beliebtesten Gemüsesorten und es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Dieses Jahr habe ich mir bei meinem Lieblingsgärtner Ochsenherztomaten, Cocktailtomaten und eine schwarze Sorte (deren Namen ich leider vergessen habe) ausgesucht. Tomaten benötigen einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden und der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Sobald Tomaten im Freiland wachsen, sollten sie gedüngt werden, denn sie sind Starkzehrer, das heißt sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe.
Am besten ist es, schon im zeitigen Frühjahr das Beet mit reifem Kompost anzureichern, so ist die Basis bereits gelegt. Darüber hinaus verwende ich Hornmehl, alternativ kann auch ein spezieller Fertigdünger eingesetzt werden. Hier sollte man sehr genau mit der Dosierung sein und die Bodenbeschaffenheit berücksichtigen. Dieses Jahr muss die Ernte noch warten, die Tomaten sind reichlich und haben bereits eine stattliche Größe, müssen allerdings noch in der Sonne reifen. Tomaten brauchen viel Wasser, bei großer Hitze sogar morgens und abends. Damit Tomaten die ganze Kraft in die Früchte stecken, müssen überflüssige Triebe regelmäßig herausgebrochen werden. Zusätzlich sollten die Blätter unterhalb des ersten Fruchtstandes entfernt werden, damit sich die Tomaten entwickeln können und so bekommen auch die unteren Früchte mehr Licht.
Auch Gurken dürfen im Hochbeet nicht fehlen, auch wenn sie krumm sind und die EU Norm nicht erfüllen. Ich liebe Gurken und Tomaten gemischt im Salat mit Feta oder Mozzarella – im Sommer ein Hochgenuss. Wie Tomaten lieben Gurken einen sonnigen, windgeschützten Platz und können nach den Eisheiligen ins Beet gepflanzt werden. Gurken benötigen viele Nährstoffe und auch hier greife ich zu reifem Kompost und Hornmehl. Erst kürzlich habe ich gelesen, dass sich auch Kaffeesatz eignet, doch damit habe ich keine Erfahrung.
Die Radieschen, Frühlingszwiebel und Karotten Ernte waren dieses Jahr sehr reichlich, Paprika und Zucchini bisher leider nicht. Dafür kann ich jedes Mal beim Giessen von den Himbeeren naschen. Einen Zwetschenkuchen wird es auch dieses Jahr nicht geben, denn Hagel hat die Ernte weitgehend zerstört und so mancher Salat wurde Opfer der Schnecken. Der Arbeitsaufwand Gemüse und Kräuter anzubauen ist nicht ohne, dazu muss das Wetter passen und oft muss man mit Rückschlägen rechnen. Doch Gemüse aus dem eignen Garten schmeckt dafür einfach viel besser und ist gesünder.