Einen wunderschönen guten Morgen!
Gerade ist eine Phase, in der ich mich am liebsten unter meiner Wolldecke auf dem Sofa verkriechen und die Zeit mit Hundewelpen Videos totschlagen möchte. Keine Entscheidungen treffen, nichts anfassen, dann kann nichts schiefgehen. Mich verfolgt eine Pechsträhne.
Damit es kein Missverständnis gibt, es geht nur um kleine und mittelgroße Pannen im Alltag, keine schweren Schicksalsschläge oder dergleichen. Mal ist es ein verschütteter Kaffee, ein tiefer Schnitt mit dem neuen Messer in die Hand, ein platter Autoreifen oder die kaputte Waschmaschine. An manchen Tagen scheint es so, als würde von Frühmorgens bis spät in die Nacht alles schief laufen. Das meiste davon gehört in die Kategorie „Ja mei, passiert halt mal“, banale Dinge – nicht der Rede wert. Erst in der Häufung wird aus dem Pech eine Strähne, aus dem Tag ein Unglückstag und aus einem selbst ein Unglücksrabe.
Leider läuft nicht immer alles nach Plan – manchmal ist es wie verhext, die Pechsträhne hat kein Ende. Mitunter hat man wirklich das Gefühl als hätten sich höhere Mächte untereinander gegen dich abgesprochen. Denn wenn die Waschmaschine zickt, folgt mit Sicherheit der Geschirrspüler und weil das noch nicht reicht, meldet mein Laptop laufend Fehlermeldungen. Im Keller hätte ich noch eine alte Schreibmaschine, die aber bedauerlicherweise nicht „Internet fähig“ ist :-). Man hat es eilig, stellt sich im Supermarkt an der Kasse an, wo am wenigsten los ist. Dann streikt der Kartenautomat und die bereits verpackten Lebensmittel müssen auf das zweite Laufband, bei der sich schon eine lange Schlange gebildet hat. Am Freitag war am Pferdestall Stammtisch und es wurde Pizza bestellt. Zu stürmisch habe ich meine Wärmeweste (ja in Bayern ist es saukalt) angezogen und dabei die Glasflasche mit Pfirsichsaft mit voller Wucht vom Tisch gefegt, die mit einem großen Knall auf die Fliesen platzte. Tausend große und kleine Scherben, verteilt in der ganzen Wohnung und dazu die klebrige Flüssigkeit. Natürlich bin ich zu spät zum Stammtisch und meine Pizza war auch kalt.
Ich neige nicht dazu, etwas persönlich zu nehmen, aber interessant sind solche Pechsträhnen-Tage schon, denn man hat das Gefühl das Pech regelrecht anzuziehen. Doch die meisten Pech-Situationen entstehen durch Fehlentscheidungen oder mein dussliges Verhalten. Manchmal stehe ich vor einem geschlossenen Laden, anstatt vorher die Öffnungszeiten zu checken. „Ich habe immer so ein Pech“ denke ich dann. Doch die Wahrheit ist – ich lerne einfach nicht aus meinen Fehlern. Gestern war ein guter Tag, ich habe mich nicht in den Finger geschnitten und nichts verschüttet. Bei der Gassi Runde mit Emmi hatten wir keine Begegnung mit anderen blöden Hunden und ich bin auch nicht in einen Hundehaufen getreten. Es kann nur besser werden!!!!
Wünsche euch einen schönen Sonntag!