Die Bepflanzung eines Grabes ist für viele eine besondere Herausforderung. Besonders im Sommer ist die Wahl der Pflanzen von entscheidender Bedeutung. Wer nicht mehrmals die Woche Zeit für die Grabpflege aufbringen kann oder möchte, sollte sich Gedanken über den Blumenschmuck machen.
Beliebte Pflanzen für die Grabgestaltung sind Tagetes, Eisbegonien, Fuchsien oder Fleißige Lieschen und gerade diese Sorten sieht man hier auf vielen Gräbern. Vor einigen Jahren bekam ich einen Tipp meines Gärtners, der mir die Dipladenia empfohlen hat. Zuerst war ich skeptisch, kannte die Dipladenia nur rankend wachsen, doch inzwischen gibt es aber kompakte Sorten die für die Pflanzung im Beet und auch auf dem Friedhof geeignet sind. Die exotische Pflanze kommt ursprünglich aus den tropischen Regionen Südamerika und war bei uns lange Zeit eher unbekannt. Doch vor allem in der sommerlichen Grabbepflanzung sieht man die hübsche Blume immer öfter. Kein Wunder, schließlich besticht sie nicht nur mit ihren Trichterblüten, sondern gilt auch als extrem pflegeleicht.
Der Wasserbedarf einer Dipladenia ist mäßig, den in ihren dicken Blättern kann die Pflanze Wasser speichern und somit muss sie nicht täglich gegossen werden. Zum Giessen bevorzugt die Dipladenia kalkarmes Wasser, das lauwarm sein darf. Als Bewohnerin der Tropen mag es die Dipladenia warm und hell – ein sonniges Plätzchen ist der ideale Standort. Allerdings sollte die Pflanze vor der prallen Mittagshitze geschützt werden. Gedüngt wird im Zeitraum Mai bis August zweimal pro Monat mit einem Flüssigdünger für Kübelpflanzen. Den deutschen Winter vertragen die Exoten nicht und sind deshalb als Dauerbepflanzung das ganze Jahr über nicht geeignet.
Die üppigen Trichterblüten, die von Mai bis Oktober zu sehen sind, gibt es in den Farben Rot, Weiß, Rosa und als Neuzüchtung auch in Gelb. Da die Dipladenia sehr empfindlich auf Frost reagiert habe ich sie spät eingepflanzt. Auch nach den Eisheiligen hatten wir nachts Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad was der Pflanze zu kalt ist und sie schnell absterben würde. Bilder vom Friedhof wird es keine geben, finde es unangebracht dort zu fotografieren, doch den bepflanzten Topf zu Hause in meinem Garten zeige ich euch gerne.