Nächste Woche ist Allerheiligen, ein religiöses Fest der katholischen Kirche und Feiertag in Bayern. Am 1. November ist es Brauch auf den Friedhof zu gehen und vorher die Gräber der verstorbenen Angehörigen zu schmücken.
Ein geschmackvoll bepflanztes Grab, ein schönes Gesteck oder eine hochwertige Schale zeigt, dass einem der Mensch der hier begraben wurde, wichtig ist und selten ist auf dem Friedhof so viel Betrieb wie in den Tagen vor Allerheiligen. So wie ich meinen Garten pflege, dekoriere ich mehrmals im Jahr die Grabstätte meines verstorbenen Ehemanns und meiner Mutter – immer der Jahreszeit passend. Meinen Grabschmuck habe ich auch dieses Jahr selbst gestaltet und dafür einen Kranz gebunden. Zuerst wird ein Strohrömer komplett mit Moos und Tannengrün ummantelt, was ich mit einem Blumendraht befestigt habe. Anschließend werden Trockenblumen, Zapfen, Stacheldraht und Lampionblumen, zum Teil mit Patenthaften befestigt oder mit Heißkleber angeklebt. Mit Allerheiligen, Allerseelen und dem Totensonntag ist der November meist trüb und grau und deshalb habe ich meinen Kranz in den Herbstfarben geschmückt.
Wer das Grab bepflanzen möchte, sollte auf jeden Fall auf die Winterhärte achten, damit es auch in der kalten Jahreszeit schön bleibt und dafür eignet sich die Winterheide, auch Schneeheide genannt. Sie blüht den ganzen Winter über und setzt mit ihren weißen, rosa oder roten Blüten in der kalten Jahreszeit bunte Akzente, auch wenn der Winter besonders frostig ist. Zwar ist die Blütezeit des Purpurglöckchen schon vorbei, doch die Pflanze ist eine schöne Ergänzung für die Grabgestaltung und harmoniert dabei sehr schön mit dem Hornveilchen. Auch die Christrose strahlt von November bis ins neue Jahr.
Ich mag den Feiertag Allerheiligen nicht und gehe meist erst am späten Nachmittag zum Friedhof, wenn der Gräbergang vorbei ist. Allerheiligen ist für mich auch kein Grund das Grab besonders schön zu schmücken – nein, das Grab wird das ganze Jahr über mit viel Liebe geschmückt und bepflanzt. Die Blumenläden sind voll mit schönen Grabgestecken, für die man oft ab 30 Euro für die kleinen bis über 100 Euro für große Gestecke bezahlen muss. Den Strohrömer mit einem Durchmesser von 50 cm habe ich im Internet bestellt und das übrige Material im Gartencenter gekauft. Insgesamt habe ich rund 50 Euro bezahlt. Mein Zeitaufwand mit fast 3 Stunden war dieses Jahr sehr lang, doch es hat Spaß gemacht und kreative Arbeit liegt voll im Trend.






Liebe Christa,
ich vermeide es auch immer wieder an Allerheiligen, wenn alle ihr Gesteck zum Grab bringen, dort zu sein. Manches Mal war ich auch erst am 2. November, Allerseelen, dort. Und mir ist es auch wie dir wichtig, im Laufe des Jahres die Gräber meiner Angehörigen zu besuchen.
Leider bin ich nicht so geschickt wie du und muss auf „Fertigware“ zurückgreifen. Und die ist häufig etwas langweilig und recht teuer. Wie schön ist da dein selbstgefertigter Kranz!!! So individuell, leuchtend und mit Liebe gefertigt!!!
Habe noch ein schönes Wochenende, herzliche Grüße,
Barbara
Hallo liebe Barbara, freut mich wenn dir mein Kranz gefällt – und es war überhaupt nicht schwer. Versuche es einfach einmal!! Oh ja, die „Fertigware“ ist unheimlich teuer. Das einzige Gesteck was mir im Gartencenter wirklich gefallen hat, würde 146,– Euro kosten. Jetzt hoffe ich, dass nächste Woche das Wetter endlich besser wird und ich das Grab für Allerheiligen vorbereiten kann. Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüsse Christa