Einen wunderschönen guten Morgen!
Ach, die lieben Nachbarn! Was wären wir nur ohne sie? Sie sind weder Familie noch Freunde, doch oft kommen sie einem näher als sonst keiner. Den einen kennt man sehr gut, andere dafür weniger, bei manchen erfährt man erst nach Jahren, dass sie nur ein paar Häuser weiter wohnen.
Ob man nun zur Miete wohnt oder im Eigenheim. Nachbarn gibt es überall – vorausgesetzt man lebt nicht auf einer einsamen Insel. Gute Nachbarn können sich aufeinander verlassen, man hilft sich so gut es geht. Das gilt nicht nur für die Frage nach einer Tasse Mehl oder einem Ei, die beim Einkauf vergessen wurde. Mit manchen Nachbarn pflegt man sogar eine freundschaftliche Beziehung, bei anderen bleibt es bei einem freundlichen „Hallo“ oder „Grüß Gott“. Obwohl sich jeder ein gutes Miteinander wünscht, landen doch immer wieder Nachbarschaftsstreits vor Gericht – meist um vermeidliche Kleinigkeiten. Leider können wir uns unsere Nachbarn nicht aussuchen, doch wir haben es in der Hand wie gut wir miteinander auskommen. Dazu zählt Respekt, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit. Ein harmonisches Miteinander beginnt meist bei der eigenen Einstellung und dem eigenen Verhalten.
Egal, ob es darum geht einmal ein Paket anzunehmen, auffällige Beobachtungen mitzuteilen oder während des Urlaubs eines Nachbarn den Postkasten zu leeren, die Blumen gießen oder einfach einmal nach dem Rechten zu schauen. Einer meiner Nachbarn ist Landschaftsgärtner, den ich oft und gerne nach Tipps zu meinem Garten frage und ich hatte noch nie das Gefühl, das ihm das Unangenehm ist. Ganz im Gegenteil – ganz Stolz teilt er sein Wissen mit mir und auch mit anderen Nachbarn. Eine andere Nachbarin war eng mit meiner Mutter befreundet und als Mama immer gebrechlicher wurde, war sie eine große Hilfe. Ob für gemeinsame Spaziergänge, zum Kaffeetrinken oder ein Kartenspiel. So konnte ich, damals noch im Berufsleben ohne schlechten Gewissen Kundentermine wahrnehmen oder einfach zum Reiten gehen.
Eine gut funktionierende Nachbarschaft führt zu einem Gefühl des Zusammenhalts, der Zugehörigkeit und der Unterstützung. Ob ein Gespräch über dem Gartenzaun, ein offenes Ohr oder eine helfende Hand. Doch überall wo Menschen zusammenkommen gibt es auch andere Meinungen und es kann zu einem Streit kommen. Dabei sind die Klassiker meist Lärm oder Ruhestörungen. Am besten ist dann, das Gespräch suchen. Oft ist sich der Nachbar der Lärmbelästigung gar nicht bewusst und ein sachliches, freundliches Gespräch ist immer der erste und wirksamste Weg. Als meine Tochter noch im „Partyalter“ war, informierten wir die Nachbarschaft es könnte am kommenden Samstag ein wenig lauter werden. Bei meiner Geburtstagsfeier habe ich meine Nachbarn gleich eingeladen, denn wer mitfeiert kann sich über Lärm nicht beschweren 🙂 für diesen Sommer ist ein Straßenfest geplant, um das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken. Die Genehmigung durch die Gemeinde ist bereits erteilt und sogar der Bürgermeister hat sein Kommen zugesagt.
Wünsche euch einen schönen Sonntag und seid lieb zu eurem Nachbarn, auch wenn er ziemlich unbequem ist!