„Aus is und gar is, und schad is, dass`s wahr is“

Frei nach dem bekannten Zitat der berühmten Kultserie „Monaco Franze – der ewige Stenz“ haben sich am letzten Sonntag tausende Besucher und die vielen Mitarbeiter vom Rosenheimer Herbstfest 2026 verabschiedet. 

Rund eine Million Menschen strömten die 16 Festtage hinweg bei durchgehend sonnigen Tagen auf die Loretowiese. Das größte Volksfest in Südostbayern dauert 16 Tage und beginnt traditionell am letzten August Samstag. Zufrieden zeigen sich Festwirte und Schausteller über eine hohe Auslastung, zudem berichtet die Regionalzeitung über einen ruhigen Verlauf mit nur wenigen Vorkommnissen. Anders als das Münchner Oktoberfest ist die Rosenheimer Wies’n deutlich traditioneller, überschaubarer und stärker verwurzelt. Es geht spürbar bodenständiger zu, als bei der großen Schwester in München.

 

Während das Oktoberfest längst ein internationales Massenevent ist, bleibt unsere Wies’n ein uriges Fest der Bayern. Auch beim Outfit zeigt sich der Unterschied. Während man in München oft Kostümverleih-Dirndl bei Touristen sieht, wird beim Rosenheimer Herbstfest Tracht noch großgeschrieben. Hier kommt man mit einem echten Dirndl und einer echten Lederhose, oft aus Familienbesitz oder den zahlreichen Trachtenvereinen der Region. Auch bei den Preisen – die Maß Bier kostete je nach Festzelt 13,40 oder 13,60 Euro, in München dagegen 15,80 Euro.

Am letzten Sonntag ging es für mich noch einmal mit Freunden auf die Wies’n. Mittag Essen, einen Rundgang über die Festwiese, Leute treffen, die man schon lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Im Riesenrad den Trubel von oben beobachten, ein Glas Prosecco und zum Abschluss Dampfnudel mit Vanillesauce. Schön war’s und jetzt freue mich schon auf das Herbstfest 2027.