In gut zwei Wochen ist Allerheiligen und es wird Zeit sich über die Gestaltung des Familiengrabes Gedanken zu machen. Allerheiligen ist für viele ein wichtiger Anlass, das Grab zu besuchen, zu schmücken und für den Winter vorzubereiten. Dieses Jahr fällt Allerheiligen auf einen Sonntag und wer erst am letzten Oktobertag mit der Pflege und Gestaltung startet, hat oft wenig Zeit die Sommerbepflanzung zu entfernen und muss in der Gärtnerei das nehmen, was übrig bleibt.
Ein geschmackvoll bepflanztes Grab, eine hochwertige Schale oder einen Kranz, es zeigt, dass der Mensch der hier begraben ist sehr wichtig und nicht vergessen ist. Im Gartencenter und bei den Gärtnern werden fertige Gestecke, Pflanzen wie Heidekraut, Alpenveilchen und Blattschmuckpflanzen angeboten. Wer ein wenig Farbe bevorzugt sollte zu Stiefmütterchen oder Hornveilchen greifen, aber in jedem Fall sollten die Pflanzen winterhart sein. So wie ich meinen Garten pflege, dekoriere ich das Grab mehrmals im Jahr – immer der Jahreszeit angepasst.
Für Allerheiligen habe ich meinen Grabschmuck, wie schon seit einigen Jahren selbst gestaltet und auch dieses Jahr wieder einen Kranz erstellt. Dafür habe ich mir im Internet einem Strohrömer mit einem Durchmesser von 50 cm bestellt. Zuerst wird der Strohkranz komplett mit Moos ummanteln und mit einem Blumendraht befestigt. Anschließend werden Trockenblumen, Zapfen, Lampion- und Baumwollblumen, sowie Stacheldraht mit Patenthaften befestigt oder mit Heißkleber angeklebt. Insgesamt habe ich für das Material ca. 60 Euro bezahlt. Im Gartencenter kosten kleine Gestecke oft schon 30 Euro und bei großen muss man teils über 100 Euro ausgeben. Mein Zeitaufwand mit fast 3 Stunden ist sicherlich sehr lange, doch es hat Spaß gemacht und kreative Arbeit liegt voll im Trend.