Sonntagsfrühstück 16. Februar

Einen wunderschönen guten Morgen

Sonntagabend, viertel nach acht – der Sonntagabend gehört dem Tatort und das schon seit Jahrzehnten.

Der „Tatort“ am Sonntag ist für viele Zuschauer der perfekte Wochenendabschluss, bevor die neue Woche beginnt – auch für mich. Seit 1970 flimmert der Tatort über die Fernsehbildschirme in Deutschland, aber auch in Österreich und Schweiz und erzielt auch heute noch Traumquoten, von denen andere Serien nur träumen können. Für viele ist das Einschalten am Sonntag ein muss – Wiesbaden, Ludwigshafen, Münster und München – unterschiedliche Städte mit ihren Eigenarten. Obwohl der Tatort schon betagt ist, erlebt er jedes Jahr seinen zweiten Frühling. Das Publikum freut sich auf die Vielfalt der Kommissare, denn da ist für jeden etwas dabei. Von der seriösen Ermittlerin Lindholm über die Spassvögel aus Münster. Einige der Tatort-Kommissare haben neben der Krimihandlung auch private Probleme, manche sind skurrile Charaktere oder haben eine Macke.

Eine Folge dauert 90 Minuten, das erste Opfer gibt es meist gleich nach den ersten Minuten und nur wenige Fälle sind wirklich brutal. Die Handlung ist oft aktuell und realitätsnah und die Täter kommen oft aus der unteren bis oberen Mittelschicht. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen so ermittelt die Kommissarin Lindholm nicht im Team sondern bringt die Verbrecher in Niedersachsen alleine zur Strecke. Der wohl bekannteste und beliebteste Ermittler Schimanski war ein derber Kommissar mit harter Schale und weichem Kern, schade dass er nicht mehr Verbrecher jagt. Der Münster Tatort zieht regelmässig so viele Menschen vor die TV Geräte und kein anderes Team ist so beliebt bei den Zuseher. Die Menschen lieben die Spassvögel Thiel und Boerne und die ewigen Frotzeleinen der Darsteller. Nicht jedermanns Sache, jedoch weis man was einem erwartet und auch die breite Masse scheint es zu lieben.

Meine Favoriten sind die Ermittler in München, gefolgt von Köln, Münster und Wien. Die beiden Wiener Ermittler werden sehr häufig in andere Teile Österreich geschickt und Eisner ist ein Eigenbrödler, der seinem Instinkt folgt und das manchmal ruppig und rau, aber immer mit dem typischen Wiener „Schmäh“. An seiner Seite Bibi Fellner mit ihren psychischen Problemen und dem Hang zu „Hochprozentigen“. Die beiden haben nach anfänglichen Schwierigkeiten, sich zu einem beliebten Tatort Duo entwickelt.

Heute macht der Tatort eine Pause und wird durch Polizeinotruf ersetzt, was aber mitunter auch recht spannend ist. Wünsche euch einen schönen und spannenden Sonntag.