Sturmtief Sabine

So oft wurde der Vorname meiner Tochter „Sabine“ noch nie negativ in der Presse ausgesprochen, wie in der letzten Woche. Aber auch mich versetzte der Wintersturm Sabine in helle Aufregung. Im Fernsehen, Internet und in der Presse gab es nur noch ein Thema, die Zeichen standen auf rot – genauer gesagt auf Dunkellila. Die Warnungen überschlugen sich, aber zum Glück gab es keine grösseren Schäden bei uns in der Region. Waren die Warnungen, Einstellung von Flug- und Bahnverkehr und Schliessung vieler Schulen also übertrieben? Ich glaube nicht !

Selten wurde so eindringlich gewarnt wie beim Wintersturm „Sabine“, die am Sonntag und Montag 09. und 10. Februar über Europa und Deutschland hinwegfegte. Mir blieb also am Samstag genügen Zeit, alle Dinge im Garten zu sichern, aber ein flaues Gefühl im Magen setzte schon viel früher ein. Windgeschwindigkeiten von über 120 kmh waren bei uns angekündigt, dazu Dauerregen, Gewitter und Schnee. Wer meinte Angst vor solchen Meldungen kennt, kann sich vorstellen wie panisch ich dem Montag entgegenfieberte.

Der Bahnverkehr stand still, der Flughafen München war geschlossen, auch alle Schulen im Landkreis und Grossveranstaltungen wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt und geschlossen. Am Sonntag hatten wir noch Sonnenschein und blauen Himmel, ein Sonntag wie er im Bilderbuch steht. In der Nacht zum Montag konnte ich kaum schlafen, aber am schlimmsten war die Wartezeit bis 10 Uhr. Um diese Zeit sollte Sabine bei uns in der Region eintreffen und der Blick auf die Uhr und nach draussen setzten mich in Angst und Panik. Um mich abzulenken habe ich einen Kranz aus Palmkätzchen, Moos, Zweige und Federn gebunden. Man muss sich schliesslich ablenken !

Alles war vorbereitet sollte der Strom ausfallen, wie in tausenden Haushalten in Bayern. Ich finde diese Warnungen richtig, auch wenn viele von Panikmache, vom Monstersturm sprechen, als würde die Welt untergehen. Warnungen in dieser Form sind für mich gerechtfertigt, auch wenn die Böen bei uns nicht so schlimm waren und aus Sabine ein Sabinchen wurde. Bilder aus Norddeutschland oder NRW zeigen die grossen Schäden und das sich der Sturm bei uns abgeschwächt hat, war einfach nur Glück.

Aber auch die Tage nach „Sabine“ waren in Bayern sehr ungemütlich und die nächsten Warnungen sind schon wieder zu lesen. Ist das nun ein ganz normaler Wintersturm oder Auswirkungen des Klimawandels. Wir haben Februar, also Winter und normalerweise die kälteste Zeit des Jahres. Stattdessen messen wir Temperaturen von 10 bis 15 Grad. Ich denke der Klimawandel ist nicht mehr anzuzweifeln und ich werde mich hüten die Klimakrise zu leugnen.