Surft man bei Instagram, kommt keiner im Mai und Juni an den Gartenbildern mit Allium vorbei. Die „lila Bälle“ sind inzwischen die Favoriten bei vielen Hobbygärtner. Ob nun Mount Everest, Gladiator, Purple Rain oder Globemaster, die auffälligen Zierlauchpflanzen sind in jedem Garten ein wahrer Hingucker. Mit den großen lila oder weißen Blütenbällen gehören sie einfach zu den imposantesten und wirkungsvollsten Zwiebelblühern.
Gerade jetzt bereichern Allium jedes Beet und den Vorgarten, doch auch im Kübel sehen sie einfach toll aus. Gesetzt werden die Zwiebel im Herbst, von Ende September bis zum ersten Frost. Letztes Jahr habe ich noch einmal aufgestockt und mir eine weitere Allium Mischung gekauft, da ich mich für eine Sorte beim besten Willen nicht entscheiden konnte. Allium lieben die Sonne und meist im Mai bilden sich Blütenkugel aus unzähligen, sternförmigen Blüten. Die Bandbreite des Zierlauches ist enorm, ob weiß oder lila, ob groß oder klein, doch alle Sorten sehen faszinierend aus. Die Zwiebel werden dreimal so tief wie sie hoch sind, in die Erde gesetzt.
Der Boden sollte immer durchlässig sein, denn bei Staunässe faulen die Zwiebel sehr schnell. Wichtig ist, dass die einzelnen Zwiebeln des Zierlauchs mit genügend Abstand zueinander in die Erde gesetzt werden. Sie erreichen eine beachtliche Höhe und auch die Blütenbälle haben einen beachtlichen Durchmesser. Das sieht sonst schnell gequetscht aus und die Pflanzen beeinträchtigen einander in der Entwicklung. Gedüngt wird nur mäßig, denn es kann passieren, dass die Stiele zu hoch wachsen, sie die Blüten nicht mehr tragen können und schlimmstenfalls knicken. Schon die Entwicklung der Blüten ist spannend, versteckt in einem Hüllenblatt, das sich langsam öffnet und dann vertrocknet, bilden sich langsam die Blütenbälle.
Nach der Blüte werden wichtige Nährstoffe über den Stiel in die Zwiebel transportiert. Dieser Prozess darf nicht unterbrochen werden, damit die Pflanze auch im nächsten Jahr prachtvoll blühen kann. Erst, wenn der Stiel vollständig verwelkt ist, wird er entfernt. Allium gehören zu den bienenfreundlichen Pflanzen und die Blüten werden von ihnen gut angenommen und wie wichtig Bienen sind, ist ja bekannt. Da Allium eher trockene Böden bevorzugt, was ihn in Zeiten des Klimawandels sehr wertvoll macht, sollten Begleitpflanzen ähnliche Vorlieben haben. Besonders gut eigenen sich Katzenminze, hohe Schafgarbe, Fette Henne und auch Ziergräser. Auch im Blumenhandel und bei den Floristen ist Allium inzwischen sehr beliebt. Ein einziger Stiel in einer schmalen Vase sieht schon beeindruckend aus. Es gibt noch einige Plätzchen in meinem Garten und ich bin mir sicher, dass ich im Herbst wieder „nachlegen“ werde.
Liebe Christa,
auch wenn wir nur einen kleinen Balkon haben und daher unsere Pflanzenvielfalt nicht so vielfältig ist, faszinieren mich deine Gartenbeiträge immer sehr. Durch dich habe ich erst die Pflanze Allium kennengelernt. Du hast Recht, eine tolle Pflanze und schon ein einzelner Stiel macht etwas her! Das hat das Gartenbauamt wohl auch gedacht und einen Mittelstreifen einer Straße in unserer Nähe mit Allium bepflanzt – sieht wirklich toll aus und ich bin stark in Versuchung ein Pflänzchen für die Vase zu mopsen 😉; mache ich natürlich nicht!
Ein schönes Wochenende, viele Grüße, Barbara
Hallo liebe Barbara, vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir die Allium Pflanzen auch so gut gefallen. Im Garten habe noch genügend Platz im Herbst noch weitere zu setzen. Trotz ihrer Höhe sind sie unheimlich standfest und blühen sehr lange. Sogar das Hagel-Unwetter von heute Nacht haben sie gut überstanden. Wünsche dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüsse Christa
Liebe Christa, ich wünsche dir auch noch einen schönen Pfingstmontag mit hoffentlich besserem Wetter! LG Barbara
Vielen lieben Dank Barbara.