Einen wunderschönen guten Morgen!
Es ist wieder Kürbis Saison! Ob groß oder klein, jetzt werden sie wieder an den zahlreichen Selbstbedienungsständen im Landkreis angeboten. Da stellt sich die Frage, woher die Kürbisse stammen und wie es mit der Bezahlung auf Vertrauensbasis denn so läuft.
Der goldene Herbst ist da und mit ihm die Saison der Kürbisse. Die dickbauchigen Gewächse gibt es in allen erdenklichen Sorten, Größen und Farben. Vom kleine Zierkürbis Baby Boo, über den bekannten Hokkaido bis zum milden Muskatkürbis um nur einige zu nennen. Für viele ist der spontane Halt an den Ständen, meist an viel befahrenden Landstraßen eine gute Alternative zum Supermarkt, schließlich ist das Gemüse lecker und gesund. Es entsteht der Eindruck, man kaufe von einem lokalen Bauernhof, im besten Fall frische Bioware. Hinter den meisten Ständen stehen große landwirtschaftliche Unternehmen, die Kürbisse anbauen, ernten und fast wöchentlich an die Stände liefern.
Die Nachfrage ist von Stand zu Stand sehr unterschiedlich, doch allgemein werden sie gut besucht. Der Verkauf läuft auf Vertrauensbasis. Ich denke das die Kunden ehrlich sind und wenn der Stand sauber und hübsch gestaltet ist, womöglich noch Flyer mit Kürbis Rezepten ausliegen, honoriert der Kunden dies auch und bezahlt die Ware ehrlich. Wie bei den Blumenfeldern kann man sich den Kürbis seiner Wahl herauspicken und wirft das Geld in die Kasse. Leider musste ich letztes Mal beobachten, dass ein Hund „sein“ Revier markierte und zudem blasen die Autos, die nur knapp neben den Ständen vorbeifahren, fleißig Abgase in die Luft. Außerdem hatten wir im September teils noch hochsommerliche Temperaturen und man muss höllisch aufpassen, dass der Kürbis nicht schon faulig ist.
Ich kaufe meinen Kürbis lieber bei einem kleinen Biohof ganz in der Nähe, abseits von der Hauptstraße. Gleich beim Eingang auf einer Terrasse sind sie hübsch nach Zier- und Speisekürbis dekoriert und sollte die gewünschte Sorte gerade nicht lagernd sein, ein Anruf genügt und am nächsten Tag liegt die Ware parat. Kürbisse sind durch ihre intensiven Farben, tiefen Furchen, Warzen und skurrilen Formen sehr fotogen und das warme Sonnenlicht am späten Nachmittag bringt die Farbtöne der Kürbisse zum Leuchten. Meine bestellten Kürbisse wurden sogar extra für mich geschnitten, denn auf Bildern sieht es schöner aus, wenn der Stängel besonders lang ist.
Für die meisten gehört der Kürbis zu der Kategorie Gemüse. Doch stimmt das wirklich? Botanisch gehört der Kürbis zu den Beeren. Bei Obst entstehen die essbaren Teile aus der Blüte der Pflanze, während Gemüse aus Wurzeln, Blättern oder Stängel besteht. Trotzdem werden Kürbis in der Küche wie Gemüse behandelt und herzhaft schmecken sie auch am besten. Heute Mittag wird die Saison eröffnet und ich werde einen Kürbis-Hackfleisch-Auflauf zubereiten.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!