Mit ihren orangefarbenen Lampions ist die Physalis eine klassische Herbststaude mit unvergleichlichem Charme. Sie gehört zur Gattung Blasenkirsche aus der Familie der Nachtschattengewächse.
Die Pflanze liebt einen sonnigen Standort mit nährstoffreicher Erde. Sofern der Boden nicht gefroren ist, kann man die Lampionblume das ganze Jahr über einpflanzen. Ideal ist aber der Frühsommer, denn so hat sie genügend Zeit, um anzuwurzeln. Bei mir steht die Lampionblume im Kübel und am Zaun bei den Hochbeeten. Sie wachsen ohne große Pflege und tragen dieses Jahr besonders viele Früchte. An sehr sonnigen Plätzen benötigt die Lampionblume mehr Wasser, verträgt aber keine Staunässe. Ab Juni erscheinen weiße Blüten, wie Perlen an einer Schnur und ab Ende August/Anfang September leuchten die Blasen in einem kräftigen Orange.
Ein radikaler Rückschnitt findet im zeitigen Frühjahr statt und die Triebe werden bodennah abgeschnitten. Das Laub und die Stiele sind der natürliche Winterschutz für die Pflanze. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich und auch meine Töpfe überwintern im Garten, sollten aber nie komplett austrocknen. In den Sommermonaten dünge ich beim Giessen ca. alle zwei Wochen. Im Herbst eignet sich die Lampionblume für natürliche Dekorationen und ich schneide mit nur ganze Stiele ab – jedoch nie komplett denn die Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Außerdem möchte ich das Naturschauspiel im Spätherbst nicht verpassen, wenn sich die Laternen zersetzen und nur noch ein filigranes Gerüst übrig bleibt. Wenn die Kelchblätter skelettartig verwittern, werden die kleinen Beeren im Inneren sichtbar.
Lampionblumen lassen sich ganz einfach trocknen und wirken dann zerbrechlich – fast wie Seidenpapier, sind jedoch sehr robust und lange haltbar. Zur Dekoration wird das Laub vollständig entfernt. Kombiniert mit Getreide in der Vase oder als Eyecatcher am Kranz sind Lampionblumen ohne viel Aufwand sehr wandelbar. Lampionblumen sind im Herbst im Garten oder als Deko einfach unschlagbar.

