Rasen oder Wiese?

Täglich höre ich die Rasenmäher dröhnen, ist der eine Nachbar fertig, beginnt der Nächste und anscheinend sind alle ganz wild darauf wieder ein perfektes „Grün“ im Garten zu sehen.

Mein Rasenmäher ist noch im Winterschlaf und bleibt auch so lange wie möglich im Gartenhäuschen, denn ich liebe es wenn der Rasen mit Gänseblümchen, Schlüsselblumen und anderen Frühlingsblumen übersät ist.

Unser Rasen ist eher eine Wiese, auch wenn ich häufig Rasen schreibe, denn es wachsen zahllose Kräuter und sogar der gelb leuchtende Löwenzahn ist mir willkommen.

Ein grüner, gut gepflegter englischer Rasen, wie bei meinem Nachbar macht aber auch jede Menge Arbeit. Sein Rasen wird jede Woche mindestens 2 mal gemäht, im Frühjahr vertikutiert, sehr häufig gedüngt und Bewässert mit einer Timerfunktion, Unkraut wird ausgestochen, man sieht keine braunen Stellen und Betreten ist streng verboten. Ich habe ihn auch schon beobachtet, dass er mit der Schere nachschneidet und die Grashalme mit Schaufel und Besen entfernt 🙂

Kurz geschorene Rasenflächen haben für mich den Wert einer Kunststoffmatte, leblos und langweilig. Auf meinem Rasen tummeln sich Bienen, Schmetterlinge und Insekten, erlaubt ist Federball und Fussball spielen, Chillen, Grillen und Toben von Lilii, bzw. es ist sogar erwünscht.