Pünktlich wie ein Uhrwerk sind meine Pfingstrosen vor den Feiertagen erblüht und wer sich einen romantischen Garten im Frühsommer wünscht, kann kaum auf diese wunderschöne Pflanze verzichten.
Pfingstrosen sind äußerst robust, die viele Jahre im Garten gedeihen. Meine vier Stauden sind bestimmt schon 20 Jahre alt und einmal etabliert werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Die beste Pflanzzeit für Pfingstrosen ist im Herbst und man sollte sich den Standort gut überlegen. Möchte man die Staude nachträglich umsiedeln, nimmt sie es oft übel und sie kümmert vor sich hin. Pfingstrosen lieben ein sonniges Plätzchen und wichtig ist außerdem, dass man einen humusreichen Boden mit Sand oder Tongranulat abmagert. Steht die Pfingstrose zu schattig, treibt sie aus, doch die Blütenbildung ist stark eingeschränkt. Sind Ameisen an den Knospen? Keine Sorge, die schaden nicht – ganz im Gegenteil sie holen sich den süßen, austretenden Saft und unterstützen damit die Pfingstrosen bei der Blütenöffnung.
Während der Blütezeit neigen sich die schweren Köpfe der Pfingstrosen stark unter dem Gewicht der großen Blüten. Dann ist eine Stütze in Form eines Staudenhalters ratsam. Günstig dafür sind Estrichmatten aus dem Baumarkt, die mit einer Zange in passender Größe geschnitten, gebogen und in die Erde gesteckt werden. So werden die Triebe stabilisiert und die Pflanze kann ihre schweren Blüten besser halten. Anfang März ist dabei der beste Zeitpunkt und auch Hortensien können mir Estrichmatten gestützt werden. Die Triebe wachsen durch das Gitter hindurch und schon bald ist das Gitter nicht mehr sichtbar.
Pfingstrosen sind winterhart und ein Schutz nicht notwendig. Gedüngt habe ich im Frühjahr mit Pferdemist, in Form von Pellets. Grundsätzlich ist die Pflege sehr gering und je weniger man an den Pflanzen macht, desto besser ist es. Vor allem auf einen Rückschnitt sollte verzichtet werden. An älteren Stauden können einige Stiele problemlos für die Vase geschnitten werden, doch grundsätzlich gilt, dass der Rückschnitt mehr schadet, als er von Nutzen ist. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab und die Pflanze überdauert den Winter im Wurzelstock. Pfingstrosen sind am richtigen Standort mehrjährige Gewächse die für Generationen an gleicher Stelle stehen möchten und jedes Jahr mit prächtigen Blüten den Hobbygärtner erfreuen – sie sind einfach unwiderstehliche Schönheiten. Zum Glück habe ich die Bilder vergangenen Samstag gemacht, denn bei einem Unwetter mit Hagel in der Nacht zu Pfingstsonntag wurden die Blüten arg gebeutelt. Ob sie sich wieder erholen? Schau ma mal!!!