Sommerschnitt

 

Rosen blühen im Sommer in voller Pracht, doch spätestens im Juli sind einige Sorten verblüht. Wer dann nicht zur Gartenschere greift, riskiert, dass die Pflanze an Blühkraft verliert.

 

Rosen erreichen im Juni und Juli ihren Höhepunkt und in dieser Zeit entfalten die meisten Rosen ihre wunderschöne Blütenpracht in vielfältigen Farben und Formen, was der Stolz jeden Hobbygärtners ist. Sobald die Rosen verblüht sind, ist es Zeit für einen Rückschnitt und das nicht nur, weil verwelkte Blüten einen unschönen Anblick bieten. Wir Verblühtes nicht abgeschnitten, vergreist die Pflanze nach und nach, sie verliert an Blühfreudigkeit und bildet im unteren Bereich keine Triebe mehr aus. Vor allem bei öfter blühenden Rosen ist es wichtig die welken Blüten zu entfernen. Geschnitten wird unterhalb der Blüte, kurz über dem 3. Blatt. Weiter sollten schwache Triebe zurückgeschnitten werden, dadurch wird die Rose angeregt, neue kräftige Blüten zu bilden. Auch sogenannte Blindtriebe können entfernt werden.

 

Der Sommerschnitt dient dazu den nächsten Blütenflor zu ermöglichen oder die Rose zu verjüngen. Beim Schneiden sollte man Handschuhe tragen. Schon oft habe ich die Gefahr von den Rosenstacheln unterschätzt und mir langwierige Verletzungen zugefügt. Dagegen kann die Rosenschere nicht scharf genug sein. Um Quetschungen zu vermeiden, muss die Schere gut geschliffen sein. Nur dann ist der Schnitt glatt und bietet keine Angriffsfläche für Schädlinge.

Nach dem Sommerschnitt werden die Rosen mit einem flüssigen Dünger oder Brennnesseljauche gedüngt. Wichtig ist aber, die Düngung nicht zu hoch dosieren. Wer es mit der Sommerdüngung zu gut meint, verholzen die Triebe nicht rechtzeitig bis zum Winterbeginn und sind anfällig für Frostschäden. Der letzte Termin ist Ende Juli/Anfang August. Mit einem angemessenen Sommerschnitt und das Entfernen der verblühten Blüten bleibt die Rose gesund und blütenreich.