Einen wunderschönen guten Morgen!
Rosen sind die „Königinnen der Blumenwelt“ das ist unbestritten. Sie sind edel, unverwechselbar, einmalig in ihrer Blüte und ihrem Duft. Ob romantische Beetrosen, prachtvolle Staudenrosen oder stolze Edelrosen – viele herrliche Sorten warten darauf gepflanzt, gepflegt und bewundert zu werden.
Viele Hobbygärtner verzichten auf Rosen in ihrem Garten, weil die Pflege als nicht unkompliziert gilt. Dabei muss man nur einige Tipps beachten, um Rosen gesund zu halten und sie zur Blüte zu bringen. Als Sonnenkind benötigt die Rose als Erstes viel Sonne, an einem schattigen Standort blühen Rosen deutlich weniger. Der Boden sollte tiefgründig, gut durchlüftet, humusreich und wasserdurchlässig sein. Außerdem benötigt die Rose Nährstoffe. Eine Gabe organischen Rosendünger im Frühjahr (im März oder Anfang April) und eine zweite nach der Hauptblüte (Juni/Juli) fördert das Wachstum. Die beste Pflanzzeit ist im Herbst und da Rosen Tiefwurzler sind muss das Pflanzloch doppelt so breit und hoch sein wie der Container, in dem die Rose getopft war. Der Wurzelballen muss vor der Pflanzung gut gewässert werden, jedoch nicht in Wasser tauchen. Es besteht die Gefahr das der Ballen auseinander reißt und dabei die vielen feinen Wurzeln abreißen.
Optimal ist ein leicht sandiger Lehmboden mit etwas Humus und schwere Böden sollten mit Sand vermischt werden. Das Pflanzloch am besten mit Spezialerde für Rosen auffüllen oder die Erde mit Kompost verbessern. Damit die Rose am besten gedeiht, sollte ein Standort gewählt werden, an dem in den vergangenen Jahren keine andere Rose gewachsen ist. Die Wurzelreste der alten Rose können die neuen, schwächeren Wurzeln schwächen, sodass sie nicht kräftig wächst und blüht. Wer den alten Standort dennoch wählt, muss ein sehr großes Pflanzloch ausheben, die alten Wurzeln entfernen und mit Rosenerde befüllen.
Ganz wichtig ist der Rückschnitt im Frühjahr und als Faustregel gilt – ein starker Rückschnitt fördert einen starken Austrieb. Rosen lassen mit den Jahren an Vitalität nach – sie vergreisen und der Rückschnitt wirkt dann wie eine Verjüngungskur. Zudem lichtet der Schnitt die Kronen aus. Die Pflanzen bekommen mehr Licht, ein aufgeräumter Stock erleichtert die Pflegemaßnahmen und reduziert die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten. Rosen sind äußerst schnittverträglich und daher kann man nicht viel falsch machen. Als Termin wird oft Mitte März genannt, doch ein genaues Datum lässt sich nicht festlegen. In unserem Raum ist im März oft noch tiefster Winter und am besten man orientiert sich nach der Blüte der Forsythien.
Eine gute und scharfe Rosenschere ist das wichtigste Werkzeug damit die Triebe nicht gequetscht werden. Dadurch wird die Pflanze verletzt und das Wachstum kann beeinträchtigt werden. Darüber hinaus sollte die Rosenschere immer wieder gereinigt und desinfiziert werden, damit Keime oder Pilzsporen nicht übertragen werden. Nach der Blüte werden die verwelkten Teile entfernt und das regt die Rose an, neue Knospen zu bilden und erneut auszutreiben. Einmal blühende Sorten oder Wildrosen werden hingegen nicht geschnitten, da sie Hagebutten bilden. Die häufigsten Rosenerkrankungen sind fast immer Pilzinfektionen, die durch feuchtes Wetter begünstigt werden. Die wichtigste Sofortmaßnahme ist das restlose Entfernen und Entsorgen befallener Blätter im Hausmüll. Sehr wirksam ist dann ein Sud aus Ackerschachtelhalm, der verdünnt auf die Rosen gesprüht wird.
Die Rose ist nicht nur eine der schönsten Blumen, sondern auch besonders vielseitig. Für jede Gartengröße, im Topf oder im Beet, als Rosenstamm oder am Rosenbogen, ja sogar als Bodendecker lässt sie sich einsetzen. Dazu kommt die Vielfalt an Farben, Wuchsformen und Düfte – kaum ein Hobbygärtner kommt an der Rose vorbei.
Wünsche euch einen schönen Sonntag.