Zu den ersten Frühlingsboten zählen Bellis, auch Tausendschön genannt, welche meist ab März in den Gärtnereien und im Gartencenter erhältlich sind. Sie können ab diesem Zeitpunkt auch schon ins Freiland gepflanzt werden. Bellis werden sehr häufig mit Gänseblümchen verwechselt, was im Grunde nicht falsch ist, aber auch nicht 100%ig korrekt. Bellis sind eine edle Gänseblümchen-Sorte, denn im Gegensatz zu den „gewöhnlichen“ besitzen Bellis pomponartige, dicke Blütenköpfe und nicht umsonst nennen viele die Pflanze Tausendschön.
Bellis gedeihen an fast jedem Standort, aber besonders glücklich sind sie an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Die pralle Mittagssonne mögen Bellis in Kübel nicht so gerne – vor allem, wenn die Gefäße klein sind. Die Pflanze wäre eine hübsche Tischdekoration für drinnen, doch es bevorzugt niedrige Temperaturen, was sich an der Blütezeit bemerkbar macht. Ist es ihr zu warm, blüht es viel schneller ab. Draußen sind Bellis anspruchslos und eigenen sich für die Frühjahrsbepflanzung jeglicher Art. Die im Gewächshaus vorgezogenen Pflanzen sollten jedoch bei Spätfrost mit Vlies oder Fichtenzweigen abgedeckt werden. Bellis dürfen nicht austrocknen, weshalb eine regelmäßige Wasserversorgung sehr wichtig ist. Dünger benötigen Bellis nicht, der Nährstoffvorrat im Boden reicht ihnen aus. Wer Bellis in Kübel oder Schalen pflanzt, reicht der im Substrat enthaltende Dünger den ganzen Sommer lang. Eine wichtige Pflege: Durch Abknipsen der verblühten Blütenköpfe lässt sich die Blütezeit verlängern und es kommen ständig neue Blüten nach.
Ohne viel Aufwand zaubern Bellis vor dem Haus, Balkon oder Terrasse ein frühlingshaftes Flair. Bellis blühen nicht nur im klassischen Weiß, es gibt sie auch in verschiedenen Rosatönen oder mit kräftig dunkelroten Blüten. Übrigens – Bellis passen in jeden bienenfreundlichen Garten und auch Schmetterlinge werden angezogen. Insgesamt sind Bellis für jeden Garten eine tolle Ergänzung und mit etwas Aufmerksamkeit werden sie sicherlich lange Freunde bereiten.