Pfingsten ist vorbei und pünktlich, ein paar Tage vor den Feiertagen haben sich die Knospen der Pfingstrosen endlich geöffnet. Doch eigentlich ist es egal wann sie blühen, sie sehen immer wunderschön aus.
Trotz ihres exotischen Aussehens sind Pfingstrosen sehr robusten Stauden. Sie lieben einen sonnigen, nicht zu heißen Standort mit einem gut durchlässigen Boden. Gedüngt wird im Frühjahr und dafür eignet sich organischer Dünger wie Hornmehl oder Späne, Pellets aus Pferdemist oder Kompost. Diese bieten auf natürliche Weise eine Langzeitdüngung und müssen daher nur zweimal im Jahr verabreicht werden. Solange sich Pfingstrosen in der Knospenbildung befinden, müssen sie ausreichend gegossen werden. Die restliche Zeit kommen sie gut mit Trockenheit aus und oft reicht ein Regenschauer für ein paar Tage aus. Während der Blütezeit werden die Köpfe der Pfingstrose sehr schwer und neigen sich zum Boden. So weit sollte man es erst gar nicht kommen lassen, sondern schon im Frühling vorsorgen. Dafür habe ich mir eine Estrichmatte aus dem Baumarkt geholt, sie gebogen und in die Erde gesteckt. Das sieht anfangs nicht besonders schön aus, doch später ist durch die Fülle der Blätter und Blüten nichts mehr sichtbar.
In meinem Garten blühen die Pfingstrosen in Weiß und rosa, im Vorgarten in einem wunderschönen Rotton. Pfingstrosen sind wie Juwelen im ländlichen Garten – nicht nur wegen ihrer riesigen Blüten. Sie sind robust, pflegeleicht und sehr langlebig. Seit mehr als 30 Jahren gedeihen sie nun schon in meinem Garten und ich werde mich hüten sie umzusiedeln. In der Regel brauchen sie zwei bis drei Jahre bis sie sich an einen neuen Standort gewöhnen und blühen. Pfingstrosen werden selten von Schädlingen und Krankheiten befallen, auch von Schnecken bleiben sie verschont. Nur Ameisen tummeln sich gerne auf den Gewächsen, doch sie saugen nur den Zucker der Knospen und das schädigt später die Blüten nicht.
Beim Schnitt gilt der Grundsatz – weniger ist mehr. Viele Hobbygärtner gehen mit der Gartenschere zu Werke, was aber dazu führen kann, dass die Blüte im Folgejahr weniger üppig ausfallen kann oder sogar ausbleibt. Ein paar Stiele für die Vase sind aber immer möglich und ich werde mir heute ein paar besonders schöne Exemplare für den Esstisch gönnen.