Was tun mit alter Blumenerde?

Wenn die Gartensaison losgeht, stürmen alle in die Gartencenter oder zum Gärtner um sich mit neuen Blumen, Kräuter und Gemüse einzudecken. Dazu noch Blumenerde, Erde für Kräuter und vielleicht noch das eine oder andere Töpfchen und schon ist der Kofferraum voll. Zu Hause geht die Schlepperei dann weiter und ein Sack Erde hat ein ordentliches Gewicht.

Ob in Säcken oder im Blumenkasten, mit dem Beginn der Pflanzsaison taucht immer wieder die Frage auf, ob sich alte Blumenerde vom Vorjahr wieder verwenden lässt. Blumenerde in einem geschlossenem Sack, die kühl und trocken gelagert wurde, lässt sich auch nach einem Jahr problemlos verwenden, wenn sie nicht muffig riecht oder schimmlig ist.

Auch alte Erde aus Blumenkästen und Kübeln oder ein halbgefüllter, geöffneter Sack Erde aus dem Vorjahr muss nicht im Müll landen. Blumenerde aus den Töpfen vom Vorjahr ist ausgelaugt und enthält kaum mehr Nährstoffe die Pflanzen zum Gedeihen brauchen. Die alte Erde muss zuerst von allen Wurzeln befreit und anschließend gesiebt werden. In alter Blumenerde können sich zum Beispiel Engerlinge gemütlich gemacht haben, die besser an einen anderen Ort im Garten umziehen. Durch das Sieben wird die Erde auch wieder aufgelockert. Die alte, gesiebte Erde wird nun mit einem Drittel frischer Erde oder Kompost und zusätzlich mit Hornspänen vermischt. Aufbereitete Erde eignet sich gut für das Staudenbeet zum Auffüllen oder Mulchen.

Im Fall von Pilzkrankheiten oder Schimmel kann man die Erde nur noch im Müll entsorgen. Bei Krankheitsfreier, gesunder Erde, die aber zu durchwurzelt ist, kann diese problemlos auf den Kompost. Bei meinen einjährigen Balkon- und Kübelpflanzen verwende ich neue Erde, damit die optimale Nährstoffversorgung gewährleistet ist. Wer kennt es nicht! Man kauft hochwertige Pflanzerde, öffnet den Sack und ein modriger Geruch kommt einem entgegen. In der Regel liegt es an falscher Lagerung. Sind die Säcke im Baumarkt oder Gartencenter der Witterung ausgesetzt, dann haben Sonne, Wind und Regen ein leichtes Spiel. Durch die UV Einstrahlung bildet sich im Inneren des Sacks Kondenswasser, die Temperatur des Substrates steigt und es bildet sich Schimmel. Zum Glück hatte ich den Kassenbon und konnte den Sack problemlos umtauschen. Nur mein Kofferraum benötigte danach eine größere Reinigung.