Ein Sonntagsbraten ist ein traditionelles Familienessen, das es schon seit meiner Kindheit gibt. Ich finde es sehr schön, wenn man sich am Sonntagabend die Zeit nimmt und etwas Besonderes kocht. Alternativ gibt es am Sonntag ein spätes, sehr reichhaltiges Frühstück und Abends nur eine Kleinigkeit. Ich finde es einfach schön, wenn sich die ganze Familie sonntags am Tisch versammelt und sich austauscht.
Der Tisch wird schön eingedeckt und man hat keinen Zeitdruck wie oft an den Wochentagen. Mal ist es ein Braten, eine Lammkeule, Ente, mal eine Dorade oder auch ein Filetsteak mit einer leckeren Sauce. Mein heutiges Rezept ist ein typischer Sonntagsbraten, langsam geschmort, wodurch das Fleisch vom Rind besonders saftig und aromatisch wird und dazu eine kräftige Sauce mit Burgunderwein.
Rezept für 3 Personen
Zutaten
800g Rinderbraten
2 kleine Karotten
ein Stück Sellerie
2 Zwiebel
2 EL Dion Senf
1 EL Tomatenmark
4 Nelken
2 Lorbeerblätter
Pfefferkörner
400-500 ml Burgunder nach Geschmack
100 ml Fleischbrühe
75 ml Sahne
bei Bedarf Sossenbinder dunkel
Pfeffer und Salz
Butterschmalz zum Anbraten
Zubereitung
Das Fleisch unter kaltem Wasser abspülen, trockentupfen, kräftig mit schwarzem Pfeffer und Salz einreiben und mit Dijon Senf bestreichen. Karotten, Sellerie und Zwiebel in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Das Butterschmalz in einem Bräter stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und das Gemüse anbraten.
Tomatenmark dazu, anrösten und mit einem kräftigen Schuss Burgunder ablöschen. Lorbeerblätter, Nelken, Pfefferkörner und Brühe hinzu. Mit einem Deckel den Bräter in den vorgeheizten Backofen für ca. 2 Stunden geben und zu dem Fond immer wieder Burgunder Rotwein dazu geben. Ist das Fleisch fertig gegart kann man es mit einer Fleischgabel prüfen. Rutscht der Braten leicht und schnell herunter, ist es gar. Hilfreich ist auch ein Braten-Thermometer. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und im ausgeschalteten Herd ruhen lassen. Lorbeerblätter und Nelken vom Bratensatz entfernen, mit dem Stabmixer pürieren und die Sahne hinzu. Falls nötig, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem restlichen Burgunder verfeinern. Zu diesem Gericht habe ich Kartoffelknödel und Blaukraut serviert, doch auch Spätzle, Kartoffelpüree, Rosen- oder Blumenkohl passt sehr gut. Guten Appetit!