Blütenpracht trotz Hitze

Wenn die Tage am längsten sind und die Sonne mit ihrer vollen Kraft zuschlägt, ist die Stunde der Sommerblumen. Sie verwandeln Gärten, Balkone und Terrassen in wunderschöne Oasen und setzen ihre optischen Highlights. 

Damit die Blütenpracht bis in den Herbst hinein begeistert, kommt es im Sommer auf die richtige Auswahl an Pflanzen und die richtige Pflege an. In der heißen Jahreszeit erweisen sich Dauerblüher wie Petunien, Dipladenien, Sonnenhut und Co. als wahre Überlebenskünstler. Einige der genannten Sorten stammen ursprünglich aus südlichen oder sogar aus tropischen Regionen und kommen mit intensiver Sonneneinstrahlung bestens zurecht. Dennoch erfordert die Pflege ein wenig Fingerspitzengefühl.

Gegossen wird idealerweise in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, um Verbrennungen auf den Blättern und eine schnelle Verdunstung zu verhindern. Grundsätzlich ist das Gießen in den frühen Morgenstunden die beste Wahl. Der Boden ist dann noch abgekühlt und die Pflanzen können das Wasser optimal aufnehmen. Niemals sollte in der Mittagszeit gegossen werden, denn in der prallen Sonne verdunstet das meiste Wasser, bevor es die Wurzeln erreicht. Wichtig ist durchdringend wässern und direkt an der Wurzel, das spart Wasser und schützt vor Pflanzenkrankheiten. Ideal ist abgestandenes Wasser aus der Regentonne. Nach einem heißen Tag ist die Erde abends sehr aufgeheizt und beim abendlichen Giessen verdunstet deshalb viel Wasser. Nach 20 Uhr ist der Boden etwas kühler und eignet sich besser zum Gießen. Doch wer schon Schnecken im Garten hat, lockt diese durch den feuchten Boden abends noch mehr an. Die beste Gießregel heißt – nicht kleckern, sondern klotzen. Besser weniger häufig, dafür aber durchdringend gießen.

Die regelmäßige Gabe von Nährstoffen unterstützt die Pflanzen zudem bei ihrer Knospenbildung, ein wertvoller Nebeneffekt der sommerlichen Vielfalt ist der ökologische Nutzen. Wer bei Pflanzen auf ungefüllte Blüten setzt, bietet Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten eine lebensnotwendige Nahrungsquelle. Mit der richtigen Kombination aus robusten Prachtexemplaren, heimischen Pflanzen und regelmäßiger Pflege wird der Sommergarten nicht nur eine Augenweide, sondern auch zu einem wertvollen Rückzugsort.