Das Wandelröschen (auch Lantana genannt) stammt ursprünglich aus den Tropen Mittelamerikas und musste sich die ersten Tage bei mir im Garten mit 10 Grad Tagestemperatur zufriedengeben. Die Schafskälte scheint vorbei zu sein und nun hoffe ich, dass der Sommer aus dem Schneckenhaus schlüpft, es endlich sonnig und warm wird.
Das Wandelröschen trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Seine Blütenfarbe ändert sich im Laufe der Blütezeit, zum Beispiel von Pink zu zarten Rosa. Besonders reich blüht die Pflanze an sonnigen und warmen Standorten. In ihrer Heimat wächst das Wandelröschen als Strauch und kann bis zu drei Meter hoch werden. In unseren Gärten muss die Pflanze in den kalten Monaten geschützt werden, sie ist nicht winterhart. Deshalb ist es sinnvoll das Wandelröschen im Kübel zu pflanzen, so kann sie im Herbst mitsamt ihrem Topf ins geschützte Winterquartier umziehen.
Als Substrat reicht eine gute Kübelpflanzenerde, die durchlässig und nährstoffreich ist. Damit das Wasser gut abfließen kann, habe ich die untere Schicht des Kübels mit Blähton gefüllt, die als Drainage zur Vorbeugung gegen Staunässe dient. Auch wenn das Wandelröschen sehr durstig ist, Staunässe verträgt die Pflanze nicht und die Wurzeln nehmen unter ständiger Nässe schnell Schaden. Am besten man macht vor dem Giessen eine Fingerprobe. Fühlt sich die Erde noch ca. 4 cm unterhalb der Oberfläche noch feucht an, kann die Gießkanne noch einmal weg bleiben. Gerade an sehr heißen Sommertagen braucht das Wandelröschen abgestandenes Wasser aus der Regentonne. Wer die Pflanze regelmäßig mit Dünger versorgt wird mit einer farbenfrohen Blütenpracht belohnt und gut eignet sich ein Flüssigdünger für Blühpflanzen. Im Herbst wird die Düngung eingestellt, damit sich das Wandelröschen auf die Winterruhe vorbereiten kann.
Verwelkte Blüten werden regelmäßig entfernt, damit die Pflanze seine Kraft wieder in die Bildung neuer Blüten stecken kann. Wie alle wärmeliebenden Exoten verbringt auch das Wandelröschen die kalte Jahreszeit im frostfreien Winterquartier, das hell und luftig sein sollte. Vor der Winterpause wird ein Rückschnitt empfohlen. Die Erde sollte im Winter nie vollständig austrocknen, jedoch auch nicht zu nass sein. Ab Mitte Mai wird das Wandelröschen umgetopft und darf wieder ins Freie, sofern kein Nachtfrost mehr ansteht. Als Begleitpflanze im Kübel habe ich mir weiße Petunien ausgesucht und der Farbkontrast gefällt mir sehr gut.